Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen gegenseitigen Verzicht auf Angriffe gegen die Energieinfrastruktur ins Gespräch gebracht. Nach seinen Angaben ist die Ukraine bereit, Angriffe auf russische Energieanlagen einzustellen, sofern Russland seinerseits entsprechende Attacken beendet.
Selenskyjs Vorschlag ist damit an eine Gegenleistung Moskaus geknüpft. Eine einseitige Einstellung der Angriffe stellte der ukrainische Präsident nach den vorliegenden Informationen nicht in Aussicht. Ob Russland auf das Angebot eingehen will oder ob bereits konkrete Vereinbarungen getroffen wurden, ist nicht bekannt.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump nach Angaben von France 24 eine offenbar erzielte Einigung zwischen der Ukraine und Russland angekündigt. Die Formulierung deutet darauf hin, dass Einzelheiten und der Umfang einer möglichen Verständigung zunächst unklar bleiben. Bestätigte Angaben zu einer Umsetzung oder zu einem Zeitplan liegen nicht vor.
Parallel dazu warnte Kiew vor einer zunehmenden Zahl russischer Angriffe auf das ukrainische Eisenbahnnetz. Nach ukrainischen Angaben nehmen diese Attacken von Woche zu Woche zu. Weitere Einzelheiten zu den betroffenen Strecken, möglichen Schäden oder Auswirkungen auf den Bahnverkehr wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Der Vorstoß Selenskyjs verbindet damit eine mögliche Deeskalation im Bereich der Energieinfrastruktur mit der Forderung nach einem gleichzeitigen Vorgehen beider Seiten. Die Ukraine signalisiert Bereitschaft zu einem Verzicht auf entsprechende Angriffe, macht diesen Schritt jedoch davon abhängig, dass Russland ebenfalls darauf verzichtet. Eine unabhängige Bestätigung einer solchen gegenseitigen Vereinbarung liegt bislang nicht vor.