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CDC stellt Berichterstattung zu Masern-Todesfällen um

Die US-Gesundheitsbehörde CDC will Masern-Todesfälle künftig anhand von Daten des National Center for Health Statistics erfassen. Der Schritt erfolgt während eines anhaltenden Ausbruchs in Pennsylvania.

CDC stellt Berichterstattung zu Masern-Todesfällen um
Foto: The Guardian World

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre Berichterstattung über Todesfälle im Zusammenhang mit Masern geändert. Künftig sollen dafür Daten des National Center for Health Statistics (NCHS) herangezogen werden. Das NCHS ist für die Erfassung und Beobachtung von Sterblichkeitstrends zuständig. Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichte die CDC am 4. September auf ihrer Website.

Mit der Umstellung verändert die Behörde nach den vorliegenden Angaben die Grundlage, auf der Masern-Todesfälle in ihrer Berichterstattung ausgewiesen werden. Weitere Einzelheiten zu den Gründen oder zu möglichen Auswirkungen der neuen Zählweise liegen in den verfügbaren Informationen nicht vor.

Die Änderung fällt in eine Phase, in der Pennsylvania von einem anhaltenden Masernausbruch betroffen ist. In dem US-Bundesstaat wurden weitere Fälle bestätigt. Zugleich meldete ein örtlicher Gerichtsmediziner am Sonntag den dritten mutmaßlichen Masern-Todesfall in Pennsylvania.

Ob der gemeldete Todesfall tatsächlich auf eine Maserninfektion zurückzuführen ist, war nach den vorliegenden Angaben zunächst nicht unabhängig bestätigt. Die Bezeichnung als mutmaßlicher Masern-Todesfall weist daher auf einen noch nicht abschließend geklärten Zusammenhang hin. Belastbare Angaben zu den betroffenen Personen oder zu den Umständen des Todes liegen nicht vor.

Die CDC zählt zu den zentralen US-Behörden für die Beobachtung und Bewertung von Infektionskrankheiten. Durch die Nutzung der NCHS-Daten soll die Berichterstattung über Sterblichkeitstrends künftig auf dieser Datengrundlage erfolgen. Aus den verfügbaren Informationen geht jedoch nicht hervor, ob bereits erfasste Fälle nach der neuen Methode rückwirkend neu bewertet werden.

Der Masernausbruch in Pennsylvania bildet den aktuellen Hintergrund für die öffentliche Debatte über die Zahl der Todesfälle. Die bestätigten weiteren Infektionen und die Meldung des örtlichen Gerichtsmediziners stehen dabei neben der noch offenen Frage, wie die Todesfälle offiziell eingeordnet werden. Eine unabhängige Bestätigung des Zusammenhangs zwischen dem dritten mutmaßlichen Todesfall und Masern liegt bislang nicht vor.

Die Mitteilung der CDC wurde am 4. September veröffentlicht. Die zugrunde liegende Berichterstattung erschien bei The Guardian. Weitere Angaben zur Entwicklung des Ausbruchs oder zu den bestätigten Fällen sind in den vorliegenden Informationen nicht enthalten.

Quelle: The Guardian World ↗