Im Fall des mutmaßlich geplanten Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day gibt es neue Hinweise zum Vorgehen des Verdächtigen. Der mutmaßliche Attentäter soll vor der Tat ein Bekennervideo aufgenommen und an eine britische Islamistin in Syrien verschickt haben. Darüber berichten der Westdeutsche Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung.
Nach diesen Berichten veröffentlichte die Empfängerin das Video nicht. Weitere Angaben zum Inhalt der Aufnahme oder zu den Umständen ihrer Übermittlung liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Der Vorgang ist Teil der Ermittlungen zu dem Berliner CSD-Fall. Die Bezeichnung als mutmaßlicher Attentäter macht deutlich, dass es sich um einen Verdacht und nicht um eine rechtskräftige Feststellung handelt. Auch zu möglichen weiteren Empfängern, einem konkreten Tatmotiv oder einer organisatorischen Verbindung werden in den vorliegenden Angaben keine Einzelheiten genannt.
Der Christopher Street Day in Berlin steht für die Rechte und Sichtbarkeit lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und queerer Menschen. Im Zusammenhang mit dem Fall prüfen die Ermittlungsbehörden den Verdacht eines islamistisch motivierten Anschlagsplans. Die neuen Informationen zum Bekennervideo stammen aus der Berichterstattung von WDR und Süddeutscher Zeitung.