Die US-Umweltschutzbehörde EPA steht einem Bericht zufolge kurz davor, die geltenden CO₂-Emissionsstandards für Kohle- und Gaskraftwerke formell aufzuheben. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen. Eine offizielle Bestätigung des Vorhabens liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Dem Bericht zufolge könnte die Ankündigung bereits am Montag erfolgen. Als möglicher Rahmen gilt das Treffen der G20-Energieminister in Houston im US-Bundesstaat Texas. Ob die Entscheidung tatsächlich dort bekanntgegeben wird, ist demnach noch offen.
Die geplante Aufhebung würde die Vorgaben für die klimaschädlichen Emissionen von Kraftwerken betreffen. Konkrete Einzelheiten zum Verfahren oder zu einem möglichen Zeitplan für die Umsetzung sind in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Klimaexperten und Umweltverbände kritisieren den möglichen Schritt. Sie sehen darin einen weiteren Rückbau der Klimapolitik der Regierung von Präsident Donald Trump zugunsten der Industrie. Die Bewertung bezieht sich insbesondere auf die möglichen Folgen einer Aufhebung der Emissionsstandards für den Umgang mit CO₂ aus der Stromerzeugung.
Die US-Umweltschutzbehörde EPA wäre für die formelle Entscheidung zuständig. Nach Angaben der anonymen Quellen soll die Behörde die Aufhebung derzeit vorbereiten. Die Informationen stammen jedoch nicht aus einer öffentlich bestätigten Mitteilung der EPA, sondern aus dem von Bloomberg zitierten Umfeld des Vorgangs.
Das Treffen der G20-Energieminister in Houston könnte damit zum Schauplatz einer wichtigen energie- und klimapolitischen Ankündigung der USA werden. Zum genauen Inhalt einer möglichen Erklärung und dazu, ob sie tatsächlich am Montag veröffentlicht wird, liegen bislang keine gesicherten Angaben vor.