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B’Tselem warnt vor Verdrängung der Palästinenser im Westjordanland

Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem wirft Israel vor, auf die Beseitigung der palästinensischen Präsenz im Westjordanland hinzuarbeiten. Ein Bericht nennt fünf Mechanismen dieses Vorgehens.

B’Tselem warnt vor Verdrängung der Palästinenser im Westjordanland
Foto: Al Jazeera English

Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem warnt vor einer zunehmenden Zurückdrängung der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland. In einem Bericht wirft die Organisation Israel vor, auf die Beseitigung der palästinensischen Präsenz in dem Gebiet hinzuarbeiten.

Nach Einschätzung von B’Tselem wird das kollektive Leben der Palästinenser durch mehrere miteinander verbundene Mechanismen abgebaut. Die Menschenrechtsorganisation beschreibt in ihrem Bericht fünf solche Mechanismen, ohne dass in den vorliegenden Angaben weitere Einzelheiten dazu genannt werden.

Der Vorwurf richtet sich damit nicht nur auf einzelne Maßnahmen, sondern auf eine Entwicklung, die nach Darstellung der Organisation die dauerhafte Präsenz palästinensischer Gemeinschaften im Westjordanland beeinträchtigen soll. B’Tselem bewertet diese Entwicklung als gezieltes Vorgehen der israelischen Politik.

Das Westjordanland steht seit Jahren im Zentrum des israelisch-palästinensischen Konflikts. Der Bericht von B’Tselem reiht sich in die Kritik von Menschenrechtsorganisationen an der israelischen Politik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung ein. Die vorliegenden Informationen enthalten keine Stellungnahme der israelischen Regierung zu den Vorwürfen.

B’Tselem ist eine israelische Menschenrechtsorganisation, die sich mit der Situation in den von Israel kontrollierten palästinensischen Gebieten befasst. Der Bericht wurde von der Organisation selbst veröffentlicht. Die Angaben zu den darin beschriebenen Mechanismen geben die Einschätzung von B’Tselem wieder und sind als Vorwürfe der NGO einzuordnen.

Quelle: Al Jazeera English ↗