Siemens Energy plant die Abspaltung eines milliardenschweren Geschäfts mit Industriekunden. Der Energietechnikkonzern will damit einen eigenständigen Unternehmensteil schaffen, obwohl das Geschäft nach den vorliegenden Informationen als hochprofitabel gilt. Angaben zum Zeitplan oder zur konkreten Ausgestaltung der Abspaltung wurden nicht genannt.
Aufsichtsratschef Joe Kaeser bewertet den geplanten Schritt positiv. Er bezeichnete die Trennung als „tolle Chance“ und stellte einen „neuen Dax-Kandidaten von Weltrang“ in Aussicht. Damit verbindet das Unternehmen die Abspaltung offenbar mit dem Ziel, dem ausgegliederten Geschäft eine eigenständige Entwicklung und eine starke Position am Kapitalmarkt zu ermöglichen. Ob und wann eine Aufnahme in den Dax erfolgen könnte, ist damit jedoch nicht festgelegt.
Bei dem betroffenen Bereich handelt es sich um das Geschäft von Siemens Energy mit Industriekunden. Weitere Einzelheiten zu den angebotenen Produkten, zum Umsatz, zur Beschäftigtenzahl oder zur künftigen rechtlichen Struktur des Geschäfts liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch ist nicht bekannt, welche konkreten Schritte für die Abspaltung vorgesehen sind.
Der geplante Umbau steht zugleich im Zusammenhang mit der weiteren Verkleinerung des einst breit aufgestellten Siemens-Konzerns. Siemens Energy hatte sich bereits als eigenständiger Energietechnikkonzern aus dem Siemens-Verbund gelöst. Mit der nun angekündigten Trennung würde die Fokussierung auf einzelne Geschäftsbereiche fortgesetzt.
Die Entscheidung fällt damit trotz der hohen Profitabilität des betroffenen Geschäfts. Der Konzern setzt offenbar darauf, dass eine eigenständige Aufstellung langfristig größere Chancen eröffnet als der Verbleib innerhalb von Siemens Energy. Eine Begründung mit weiteren Details oder eine Bewertung möglicher Auswirkungen auf den Gesamtkonzern wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Die Informationen gehen auf einen Bericht der „Welt“ zurück. Der genaue Ablauf der geplanten Abspaltung, mögliche finanzielle Einzelheiten und der künftige Name des eigenständigen Unternehmens bleiben zunächst offen.