China hat den Vorwurf zurückgewiesen, iranische Angriffe auf US-Militärbasen in der Region durch die Weitergabe von Satellitenbildern unterstützt zu haben. Nach den Angriffen wurden US-Soldaten getötet und verletzt. Die genauen Standorte der betroffenen US-Basen wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Auslöser der Debatte ist ein Bericht, dem zufolge Satellitenbilder chinesischer Unternehmen Iran bei den Angriffen geholfen haben könnten. Welche Aufnahmen konkret gemeint sind und auf welchem Weg sie möglicherweise nach Iran gelangt sein sollen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Auch ist nicht bestätigt, dass die Bilder tatsächlich für die Planung oder Durchführung der Angriffe verwendet wurden.
China bestreitet eine Weitergabe entsprechender Informationen an Iran. Die Regierung in Peking weist damit den Vorwurf zurück, durch Unternehmen aus dem eigenen Land mittelbar zur militärischen Eskalation in der Region beigetragen zu haben. Zugleich fordert China Belege für die Anschuldigungen.
Damit stehen sich derzeit eine nicht näher erläuterte Darstellung über eine mögliche Nutzung chinesischer Satellitenbilder und die chinesische Zurückweisung dieses Vorwurfs gegenüber. Eine unabhängige Bestätigung der behaupteten Informationsweitergabe liegt nach den verfügbaren Angaben nicht vor.
Fest steht den Angaben zufolge, dass Iran mehrere US-Basen in der Region angegriffen hat. Bei diesen Angriffen kamen US-Soldaten ums Leben, weitere wurden verletzt. Weitere Einzelheiten zu den Opfern, zum zeitlichen Ablauf der Attacken oder zu den Schäden an den Anlagen sind nicht bekannt.
Der Vorgang fällt in eine angespannte sicherheitspolitische Lage im Nahen Osten. Der Vorwurf gegen China verleiht der Auseinandersetzung zusätzlich eine internationale Dimension, weil neben Iran und den Vereinigten Staaten auch chinesische Unternehmen in die Debatte einbezogen werden. Ob es tatsächlich eine Weitergabe von Satellitenbildern gab, bleibt angesichts der widersprüchlichen Darstellungen offen.
China verlangt nun konkrete Nachweise für die Anschuldigung. Bis solche Belege vorliegen oder die Vorwürfe anderweitig überprüft werden, ist die behauptete Unterstützung Irans durch chinesische Satellitendaten nicht als erwiesen anzusehen.